Wow. Die Eigendynamik des Netz beeindruckt mich (mal wieder). Ich habe letzte Woche mit Kindern für das ARD Morgenmagazin im Bundestag gedreht. Wir machen diese Reihe schon seit fast 9 Jahren für das Moma. Aber diesmal war ein Thema besonders erhellend bzw. entlarvend: es ging ums “Internet”. Nicht, dass ich erwartet hätte, dass die Politiker ungeheure Kompetenzen hätten. Aber selbst unsere 4 Kinder waren geschockt, dass viele Politiker nicht mal Grundkenntnisse haben, sondern nur “junge Mitarbeiter”, die für sie das “Werkzeug Internet” (Westerwelle) bedienen wie eine etwas schickere Schreibmaschine oder ein elektronisches Archiv.
Der Herr Ströbele übrigens, der den roten Faden unseres Einspielers abgeben musste, war einfach nur entwaffnend ehrlich. Er hat wenigstens offen zugegeben, was andere kaschieren wollten. Auf jeden Fall ist der Beitrag heute morgen im Moma gelaufen, nicht unbeobachtet von der aktiven Internetgemeinschaft. Von Netzpolitik.org bis zum Handelsblatt-Blog geht die Diskussion um die Medienkompetenz der Damen und Herren, die beim Thema “Onlinedurchsuchungen”, Software-Patente oder auch einfach nur beim Thema “Forschungsstandort Deutschland” ein entscheidendes Wörtchen mitreden dürfen. Die Anzahl der Views bei Sevenload, wo Markus Beckedahl den Beitrag hochgeladen hat, liegt momentan bei: fast 3000. Wahnsinn. Nach nem halben Tag. Das finde ich super. (Das “geht” auf jeden Fall besser als unsere Literatursendung zur Lit.Cologne, was dann auch wieder schade ist. Aber so lange Politik Kultur schlägt, ist ja alles noch im Lot.)

Die Autorengruppe, die die ARD Kinderreporter entwickelt und umsetzt, besteht aus: Bernadette Hauke, Claudia Honecker, Anke Lehmann, HP Duerhager und Astrid Reinberger


Link: sevenload.com